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ThermCoolProfit - Kühlen mit Wärme

Kühlen mit Wärme - geht das überhaupt ?!

Was zunächst paradox klingt, gibt es tatsächlich. Apparate die mit Wärme als Hauptantriebsenergie Kälte bereitstellen. Man unterscheidet geschlossene und offene Systeme. In den geschlossenen Systemen wird eine Flüssigkeit gekühlt. Mit der kalten Flüssigkeit kann man Kühldecken oder Umluftkühler beschicken. Oder man kann Luft in einer Klimaanlage an einem mit der Flüssigkeit beschickten Luftkühler abkühlen und entfeuchten. In den offenen Systemen dagegen wird Luft direkt konditioniert, also entfeuchtet und gekühlt.

Zu den geschlossenen Verfahren gehören Absorptions- und Adsorptions- kältemaschinen. Während in Deutschland AbKM schon seit Jahrzehnten zum Einsatz kommen, sind AdKM erst seit ca. 10-15 Jahren und in wesentlich geringerer Stückzahl anzutreffen. Die offenen Systeme werden häufig als sorptionsgestützte Klimatisierungssysteme (SGK) bezeichnet. Man kann zwischen Verfahren mit festen Sorptionsmitteln (z.B. mit Silikagel beschichtete Räder) und flüssigen Sorbentien (z.B. wässrige Lithiumchlorid Salzlösung) unterscheiden. Die geschlossenen Systeme haben generell höhere Antriebstemperaturen als die offenen Systeme. Sie liegen typischerweise bei 80-100°C für 1-stufige AbKM und 60-80°C bei 1-stufigen AdKM. Die SGK-Systeme haben typischerweise Antriebstemperaturen von 45-80°C.

Die Haupteinsatzgebiete von thermisch angetriebenen Kaltwassersätzen liegen bis heute vorwiegend bei grossen Kälteleistungen (z.B. Kaltwassernetze in Industrie oder in Unikliniken). Die SGK-Systeme sind besonders für die Einbindung in Lüftungssysteme mit Entfeuchtungsbedarf geeignet. In Verbindung mit der Nutzung von Abwärme ist unter geeigneten Rand- bedingungen schon heute ein wirtschaftlicher Betrieb möglich.

Es kann also Fernwärme, Abwärme und auch solarer Wärme auf niedrigem Temperaturniveau für die Kühlung und Klimatisierung verwendet werden. Im Vergleich zu konventionellen, mit Strom betriebenen Klimaanlagen lassen sich bei geeigneten Randbedingungnen und Systemauslegung Primärenergie und Betriebskosten einsparen. Der maximale Strombezug für die Kühlung kann um 30-50% reduziert werden.